Showbread
No Sir, Nihilism Is Not Practical

Unruhe, Hektik, Chaos. Wie "The Hives" auf Speed brettert die Post-Hardcore Formation "Showbread" durch die 13 Songs ihres Debutalbums NO SIR, NIHILISM IS NOT PRACTICAL. Was bereits jetzt unüblich und teils verstörend wirken mag, war jedoch nur der Anfang.
- Llama Eats a Giraffe (And Vice Versa)
- Dead By Dawn
- Mouth Like a Magazine
- If You Like Me Check Yes, if You Don't I'll Die
- Sampsa Meets Kafka
- So Selfish It's Funny
- Missing Wife
- Welcome to the Plainfield Tobe Hooper
- And the Smokers and Children Shall Be Cast Down
- Stabbing Art to Death
- Dissonance of Discontent
- Matthias Replaces Judas
- Bell Jar
Denn anscheinend war die einzige Regel, die sich die sieben Mann (!) starke Band gesetzt hat, die, keiner Regel zu folgen. Was auch immer kommen mag, "Showbread" stellen sich mit eisernem Willen dagegen — auch wenn die Jungs in ihren rot-schwarzen Uniformen einen eher schmächtigen Eindruck hinterlassen, der Sound ist mehr als unkonform! Ungebunden und rebellisch sprengen sie die musikalischen Grenzen.
Selbst Genregrößen wie "Refused" müssten sich vorwerfen lassen, sich zurückgehalten zu haben. Was überascht, ist, dass höchst eigenwillige Kompositionen auf einmal vertraut klingen, aus den üblichen Zutaten holen "Showbread" ein völlig unerwartetes und neues Ergebnis heraus. Das Ganze ist nun mal mehr als die Summe aller Teile. Mit 'Mouth Like A Magazine' hat das Album zwar auch Songs, die sogar den Sprung ins normale Musikfernsehen schaffen würden, dagegen steht aber eine Überzahl an höchst experimentellen Tracks.
Es steckt jedoch mehr hinter all dem Chaos, sonst würden "Showbread" wahrscheinlich auch nicht mit einer starken Portion Selbstbewusstsein zu Werke gehen. Je länger man die Platte hört, desto melodischer wirkt sie, desto feinere Details hört man aus dem Ganzen heraus und desto mehr kann man sich dafür begeistern. Ordnung trifft auf Chaos, Stille auf Lärm, Melodien auf Shouts — die Platte lebt geradezu von diesen Kontrasten, die nicht nur bis ins Detail ausgearbeitet wurden, sondern die Grundlage für jede Herangehensweise der Band bestimmen.
Der Hörer wird ständig selbst überlistet, immer wieder trifft etwas Unvorherzusehendes ein, Langeweile kommt so gut wie nie auf. Fazit: NO SIR, NIHILISM IS NOT PRACTICAL ist sicherlich kein einfaches Album und durch seine Eigenwilligkeit werden wohl leider viele davon abgeschreckt werden. Dennoch ein Kauftipp für Liebhaber von Refused und Konsorten.
No Sir, Nihilism Is Not Practical
Golf
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- Genre:
- Hardcore, Experimental
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